ClimateNarratives

MAGAZIN

Geschichten weiterdenken: Hintergründe, Beobachtungen, Gespräche und Einblicke rund um Entstehung, Recherche und Redaktion.

ClimateNarratives erzählt von Menschen, Orten und Erfahrungen im Klimawandel. Im MAGAZIN führen wir diese Erzählungen weiter und verbinden persönliche Geschichten mit größeren Zusammenhängen – von Klimaflucht und Klimapolitik über Engagement und gesellschaftliche Veränderung bis zu neuen Formen des Erzählens, Hörens und Vermittelns.

Magazinimpuls / FK26

Stimmen nicht nur zeigen. Mit ihnen weiterarbeiten.

Eine Geschichte kann in einer Ausstellung zu hören, auf einer Website dokumentiert oder auf einem Podium zitiert werden. Interessant wird es dort, wo sie nicht als fertiger Inhalt endet, sondern Recherche, Dialog, Kunst, Bildung und neue Zusammenarbeit eröffnet.

Vom Zeigen zum Zusammenwirken: Für ClimateNarratives entsteht ein tragfähiges Format dann, wenn unterschiedliche Beiträge einander ergänzen.

  • Stimme
  • Ort
  • Methode
  • Publikum
  • gemeinsames Format

Dieses Prinzip prägt auch den zweiten Fachtag ClimateNarratives am 14. Oktober 2026 auf Zeche Zollverein: Museen, Kultur, Theater, Journalismus, Podcast, Bildung, Wissenschaft, Migrationsarbeit und Klimaengagement sollen nicht nur nebeneinander vorkommen, sondern miteinander neue Zugänge entwickeln.

Zum Fachtag und zur Zusammenarbeit

Methode / Narrative Recherche

Erfahrung ist kein Beispiel. Sie ist eine Erkenntnisquelle.

Narrativer Journalismus und Oral History setzen dort an, wo standardisierte Fragen und fertige Deutungen zu kurz greifen: bei der Art, wie Menschen Zusammenhänge selbst erinnern, benennen und erzählen.

Narrative Recherche beginnt mit offenem Zuhören. Sie folgt biografischen Verläufen, Konflikten, Wendepunkten, wiederkehrenden Motiven und auch dem, was schwer erzählbar bleibt. Erst danach werden Aussagen geprüft, historische und politische Zusammenhänge recherchiert und unterschiedliche Perspektiven zueinander in Beziehung gesetzt.

Story Mining meint dabei nicht, Menschen nach verwertbaren Anekdoten zu durchsuchen. Gemeint ist die sorgfältige Arbeit im Gespräch und im Archiv: erzähltragende Momente, Fragen und Verbindungen zu erkennen, ohne sie aus ihrem biografischen Kontext zu lösen.

  • offen zuhören
  • Muster erkennen
  • prüfen & kontextualisieren
  • gemeinsam verdichten
  • weiterfragen

Die Methode prägt seit vielen Jahren die Arbeit des migration-audio-archiv und wurde in Radio, Journalismus, Hochschullehre, Netz- und Medienkunst, Ausstellungen, Klangräumen und weiteren Projekten erprobt. ClimateNarratives führt diese Erfahrung in ein Feld, das methodisch neue Aufmerksamkeit verlangt.

Warum beim Klima? Klimawandel ist zugleich abstrakt und intim, global und lokal, langsam und plötzlich. Narrative Recherche macht sichtbar, wie er sich mit Migration, Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Ungleichheit, politischem Handeln und alltäglichen Entscheidungen verschränkt. Sie erzeugt Nähe, ohne Recherche durch Emotion zu ersetzen – und Kontext, ohne die Eigenart einer Stimme einzuebnen.

So verstandene „Klimavermittlung“ erklärt nicht nur einen Sachverhalt. Sie schafft Zugänge, in denen Menschen Erfahrungen prüfen, miteinander ins Gespräch bringen und als Teil gesellschaftlicher Wirklichkeit weiterdenken können.

Recherchefeld / Netzwerke / 2027

Wir stehen am Anfang – und bleiben in Bewegung.

Story Mining ist für ClimateNarratives kein abgeschlossenes Sammelprojekt. Mit jeder neuen Stimme öffnen sich weitere Orte, Fragen und Verbindungen.

Wir arbeiten weltweit mit Netzwerken aus Kunst und Kultur, Radio und Journalismus – darunter Kolleg:innen und Korrespondent:innen aus dem Umfeld von ARD und Deutscher Welle. Zugleich erweitern und vertiefen wir unsere Netzwerke im Inland: Wir laden ein, tauchen ein, öffnen neue Zugänge und ergründen gemeinsam, welche Geschichten erzählt und welche Zusammenhänge noch hörbar werden müssen.

2027 wird ein vorläufiges Hauptspieljahr: mit Ausstellungen vom Ruhr Museum bis zur IGA, mit Podcastprogrammen und Reihen sowie mit Wanderausstellungen, die anschließend an weitere Orte ziehen können.

Das ist kein Endpunkt. Währenddessen und daraus wachsen neue Aktionen, Finanzierungen, Projekte, Produktionen, Formate und Netzwerke. ClimateNarratives bleibt eine redaktionelle Praxis, die sich mit ihren Begegnungen verändert und weiterentwickelt.

  • Story Mining
  • internationale Netzwerke
  • Inland & Regionen
  • Ausstellungen 2027
  • Podcastreihen
  • Wanderausstellungen

Klimathemen

Größere Bögen

Erfahrungen stehen nie für sich allein. Hier wachsen thematische Zugänge, die Stories, Projekte und Kontexte miteinander verbinden.

  • Wasser & Flut
  • Klimaflucht
  • Engagement
  • Klimagerechtigkeit

Hören

Alle Stories

Persönliche Erfahrungen, lokale Perspektiven und unterschiedliche Stimmen – als Überblick über die bereits veröffentlichten Erzählungen.

Zu den Stories

Feature / Audiowerkstatt

Audio reduziert nicht.Audio konzentriert.

Was hören wir, wenn das Bild fehlt? Atem, Zögern, Rhythmus, Akzent, Witz und die Suche nach Worten werden Teil der Erzählung. Der bewusste Verzicht auf Video ist deshalb keine Einschränkung, sondern eine redaktionelle und ethische Formentscheidung.

Form ist nie neutral: Sie bestimmt mit, was wir wahrnehmen und wie wir eine Erfahrung verstehen.

Über das Projekt

ClimateNarratives

Ein wachsendes Audioarchiv, eine redaktionelle Werkstatt und ein Ort für Begegnungen zwischen persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Audio in Zahlen

Unter der Tonspur

Kurze Ausschnitte, längere Erzählungen und verschiedene Schnittfassungen: ein später zuschaltbarer Blick in die Audiowerkstatt.

Das MAGAZIN wächst mit neuen Beiträgen, Themen und Perspektiven.