Etamam ggn Klimawandel

Die Kultur der Gemeinsamen Verantwortung für Ressourcen in Karamoja (Uganda)
Kompaktprofil
etamam – gemeinsam Ressourcen sichern im Klimawandel
Karamoja, Uganda
Etamam verbindet gemeinschaftliche Ressourcennutzung, soziale Gerechtigkeit und kollektives Handeln. In der Region Karamoja (Uganda) organisieren pastoralistische Gemeinschaften über dieses traditionelle Kooperationssystem den Zugang zu Wasser und Weideland, teilen Informationen über Ressourcenlagen und legen Regeln und Zonen fest, um Übernutzung zu vermeiden und Frieden zu bewahren. Etamam ist hier mehr als „Hilfe“ im Notfall: Es ist ein Governance-Prinzip, das Verantwortung verteilt und Solidarität praktisch macht – gerade unter dem Druck von Klimawandel, Ressourcenknappheit und starren Grenzen.
Anatol (aus Köln) und Polly (aus Goiânia) sind nicht nur ein Paar, sondern ein eingespieltes Team. Beide bringen Erfahrungen aus Aktivismus, Wissenschaft und Gemeinschaftsarbeit mit. Polly hat indigene Wurzeln. Ihre Verbindung zum Land ist tief verankert.
Seit 2019 (Start durch Crowdfunding in Reaktion auf die Amazonas-Brände)
Dürre, Wassermangel, ausgezehrte Böden. Die Folgen sind spürbar. Aber auch der Wille, genau hier mit konkreten Lösungen anzusetzen.

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Über das Projekt

Projekt: Etamam verbindet gemeinschaftliche Ressourcennutzung, soziale Gerechtigkeit und kollektives Handeln. In der Region Karamoja (Uganda) organisieren pastoralistische Gemeinschaften über dieses traditionelle Kooperationssystem den Zugang zu Wasser und Weideland, teilen Informationen über Ressourcenlagen und legen Regeln und Zonen fest, um Übernutzung zu vermeiden und Frieden zu bewahren. Etamam ist hier mehr als „Hilfe“ …

Initiative: Anatol (aus Köln) und Polly (aus Goiânia) sind nicht nur ein Paar, sondern ein eingespieltes Team. Beide bringen Erfahrungen aus Aktivismus, Wissenschaft und Gemeinschaftsarbeit mit. Polly hat indigene Wurzeln. Ihre Verbindung zum Land ist tief verankert.

Organisation: Anatol und Polly sind die Initiator:innen. Sie werden unterstützt durch eine Vereinsstruktur in Deutschland und Brasilien, ein fest angestelltes Team vor Ort sowie durch enge Kooperationen mit Kleinbäuer:innen aus der Region.

Entwicklung: Der Anfang war ein Crowdfunding. Damit kauften Anatol und Polly sieben Hektar Land, bauten ein Haus, gründeten eine Baumschule und begannen gemeinsam mit der Nachbarschaft mit der Wiederaufforstung. Es folgten kollektive Strukturen, eine CO₂-Bilanzierung und die Verarbeitung regionaler Ernten.

Klimawirkung: Durch Aufforstung in Agroforstsystemen, CO₂-Bindung, Humusaufbau, Förderung lokaler Ernährungssouveränität und durch das Teilen von Wissen, das langfristig wirkt.