Abdulkadir ALI GAMBO
AHMED*
Aïcha MAHMAT AHMAT
Aldom KAINTAR
Anatol GUNKEL
Balki IBRAHIM
Christiane Gregor
Clayton Valentín CHÚPATE
Eldrydd SMITH
Elisabeth STERN
Esther ATEM
Hermione GATTIBE TABO
Janina RIVERA
KHAN*
KLAUS*
Manfred FETTHAUER
Martin WEIER
Matthias BELLWALD
Monika RUNKEL
Na-ndoara ZEIN FADEL
Paul SCHUMACHER
Polly DI
Sadou BAH
Sebastian MÜLLER
USMAN
„Früher waren wir Bauern, wir hatten genug zu essen.“
Beschreibt, wie Ernteverluste, Hunger und Perspektivlosigkeit ihn in die Gewalt hineintrieben.
Erzählt vom Leben als Bauer im Nordosten Nigerias, von Verlust durch Boko Haram und davon, wie Klima und Gewalt zusammen in die Vertreibung führen.
Abdulkadir Ali Gambo erinnert sich an ein Leben in einem Dorf bei Konduga, in dem Landwirtschaft, Familie und Versorgung zunächst stabil waren. Seine Geschichte erzählt vom Bruch dieser Normalität: von Vertreibung, Gewalt und dem Verlust einer ländlichen Existenz, die schon vor dem Krieg von ökologischer Unsicherheit geprägt war.
Abdulkadir Ali Gambo beschreibt ein früheres Leben als Bauer im Nordosten Nigerias. Er erzählt von großen Feldern, von Sorghum, Mais und Bohnen, von einer Arbeit, die eingebettet war in Familie, Nachbarschaft und eine verlässliche ländliche Ordnung. Landwirtschaft bedeutete für ihn nicht nur Einkommen, sondern Zugehörigkeit, Versorgung und Zukunft.
Diese Stabilität zerbrach mit der Gewalt von Boko Haram. Was vorher ein bäuerisches Leben mit harter, aber tragfähiger Arbeit war, wurde durch Unsicherheit, Flucht und Verlust verdrängt. In seiner Geschichte wird deutlich, wie eng Fragen von Nahrung, Land und Schutz zusammengehören: Wenn dörfliche Räume gewaltsam zerstört werden, bricht nicht nur Eigentum weg, sondern ein ganzes soziales Gefüge.
Abdulkadirs Erzählung macht zugleich sichtbar, dass Konflikt und ökologische Verletzlichkeit nicht getrennt voneinander verstanden werden können. Wo Lebensgrundlagen ohnehin fragil sind, trifft Gewalt auf bereits belastete Verhältnisse. Seine Geschichte steht damit für die Erfahrung vieler Menschen im Tschadsee-Raum: Vertreibung ist nie nur militärisch oder nur klimatisch, sondern entsteht aus dem Zusammenwirken beider Krisen.
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