Story: Paul SCHUMACHER

„Jeder Tropfen Wasser, den wir auf dem Grundstück entnehmen, bleibt auf dem Grundstück.“

Paul SCHUMACHER

Winzer im Ahrtal

Spricht über die Flut 2021, den Verlust seines Weinguts und darüber, warum Hochwasser an der Ahr auch mit Wald, Wasserhaushalt und Landwirtschaft weit oberhalb des Tals zu tun hat.

Projektzusammenhang

Paul Schumacher ist Winzer im Ahrtal; sein Betrieb arbeitet inzwischen auch ökologisch. Aus dieser Praxis heraus spricht er über Natur nicht abstrakt, sondern mit professionellem Erfahrungswissen für Böden, Wasser und Landschaft. Seine Geschichte erzählt vom Verlust in der Flut 2021, vom Neubeginn oberhalb des alten Standorts und von der Einsicht, dass Hochwasser an der Ahr auch mit Wasserhaushalt, Waldpolitik und Entscheidungen weit oberhalb des Tals zusammenhängt.

Paul Schumacher beschreibt die Flut 2021 als einen Moment, in dem das Vertraute abrupt unbrauchbar wurde: aus dem gewohnten Hochwasser wurde eine Nacht auf dem Dach, aus dem Tal ein Strom aus Baumstämmen, Autos, Öl- und Gastanks. Die Katastrophe traf nicht nur sein Zuhause, sondern ein ganzes Weingut. Gerade weil Schumacher Winzer ist und seinen Betrieb inzwischen schrittweise auf ökologischen Weinbau umstellt, schaut er auf Natur als arbeitendes System: auf Böden, Wasser, Wald, Reben und die Frage, wie Landschaften Wasser halten oder verlieren. So wird seine Geschichte zu einer Erzählung über Lehren aus dem Ahrtal – über Vorsorge, Selbstbehauptung und praktischen Wandel nach der Katastrophe.

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  • Weingut Paul Schumacher · geschehensort · exact
Nach der Flut – über dem Tal

Bis zum Sommer 2021 betrieb Paul Schumacher im Ahrtal ein Restaurant mit Straußenwirtschaft, Gästezimmern und einer kleinen Produktion regionaler Spezialitäten – ein Ort der Nähe und des Vertrauens in die Natur. Als Winzer, der seinen Betrieb inzwischen auch ökologisch ausrichtet, blickt er auf Landschaft nicht nur als Kulisse, sondern als arbeitendes System aus Böden, Wasser, Wald und Pflege. Dann kam das Hochwasser. Innerhalb weniger Stunden verwandelte sich das Tal in eine braune, reißende Masse. Wohnhaus, Küche, Lager, Maschinen, Erinnerungen – alles ging verloren.

Schumachers Erzählung verbindet die unmittelbare Katastrophe mit einem weiter reichenden Wissen aus der Praxis: Was unten an der Ahr als Flut ankommt, hängt auch mit Entscheidungen weit oberhalb des Tals zusammen – mit Wasserhaushalt, Waldwirtschaft, Landwirtschaft und der Frage, wie Landschaften Wasser halten oder verlieren. Das alte Haus existiert nicht mehr; ein „Weiter so“ war unmöglich.

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Story: Paul SCHUMACHER